Wasserschaden: die ersten 48 Stunden richtig handeln
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IN EINEM SATZ
Bei einem Wasserschaden zählt Schnelligkeit: Wasser abstellen, Strom sichern, Wasser entfernen, dokumentieren und die Trocknung einleiten, bevor Feuchte tief in die Bausubstanz zieht.
Zeitnah handeln: Zeitkritisch. Je schneller Wasser abgestellt und die Trocknung eingeleitet wird, desto geringer sind Folgeschäden und Schimmelrisiko.
Ein Wasserschaden ist eine der wenigen Bausituationen, in denen die ersten Stunden über das Ausmaß des Gesamtschadens entscheiden. Wasser breitet sich schnell aus, kriecht in Fugen, unter Estriche und in Wandaufbauten und wird von saugfähigen Materialien festgehalten. Was in der ersten Stunde eine überschaubare Pfütze ist, kann nach zwei Tagen ein durchfeuchteter Estrich mit beginnendem Schimmel sein.
Deshalb geht es zunächst nicht um die Schuldfrage oder die Versicherung, sondern um kühles, geordnetes Handeln in der richtigen Reihenfolge. Sicherheit hat Vorrang, danach folgt das Stoppen des Wassers, dann das Entfernen des sichtbaren Wassers und schließlich das Einleiten der Trocknung. Parallel dazu ist eine gute Dokumentation entscheidend, weil sie später über die Regulierung mitentscheidet.
Ebenso wichtig ist zu verstehen, dass das sichtbare Wasser nur die halbe Wahrheit ist. Die eigentliche Gefahr ist die Feuchte, die unsichtbar in Dämmschichten, Estriche und Wände zieht. Diese versteckte Feuchte trocknet nicht von allein in vertretbarer Zeit und ist der Nährboden für spätere Schimmelschäden. Wer nur den Boden trockenwischt und sich in Sicherheit wiegt, erlebt den eigentlichen Schaden oft erst Wochen später.

